PTFE-Produkte

Isostatisches Pressen

Die isostatische Pressmethode in der PTFE-Verarbeitung

Das Isostatische Pressen bietet die Möglichkeit zur Herstellung von komplizierten Formteilen sowie von Hohlkörpern und Auskleidungen, wobei sowohl der Materialeinsatz als auch der Aufwand für die mechanische Nachbearbeitung stark reduziert werden können.

Die Isostatische Pressmethode beruht auf dem physikalischen Gesetz, dass sich der Druck in Flüssigkeiten und Gasen allseitig gleichmäßig fortpflanzt und auf den beaufschlagten Flächen Kräfte erzeugt, die zu diesen Flächen direkt proportional sind. In der Praxis der PTFE-Verarbeitung wird eine mit PTFE-Pulver gefüllte und anschließend flüssigkeitsdicht verschlossene Gummiform in den Druckbehälter einer Pressanlage gebracht.

Der Druck, der über die Flüssigkeit im Druckbehälter allseitig auf die Gummiform wirkt, komprimiert das eingeschlossene PTFE-Pulver gleichmäßig. Nach dem Pressen wird das PTFE-Teil aus der Gummiform entfernt und im Ofen gesintert.

Bessere Qualität

Die Vorteile des isostatischen Pressens lassen sich mittels REM-Aufnahmen unter entsprechender Vergrößerung verdeutlichen.
Im einachsig gepressten PTFE erkennt man bei 100-facher Vergrößerung noch die Granulat-Partikel des Ausgangsmaterials.

Isostatisch gepresstes PTFE weist demgegenüber eine deutlich gleichmäßigere Oberflächenstruktur auf. Sie entspricht in etwa der von einachsig gepresstem TFM™PTFE. Mit isostatisch gepresstem TFM™PTFE erzielt man dagegen eine deutlich feinere und glattere Struktur. Bei 2.500-facher Vergrößerung werden in einachsig gepresstem Material zudem Fehlstellen sichtbar die in isostatisch gepresstem TFM™PTFE nicht mehr auftreten.

Geringere Herstellungskosten

Durch minimalen Materialverbrauch und keine bzw. geringe Nachbearbeitung sind komplizierte Teile wesentlich kostengünstiger herzustellen als mit anderen Pressmethoden.

Durch die Fertigungsmöglichkeit von Teilen mit anspruchsvoller geometrischer Formgebung, die nach dem üblichen hydraulischen Pressverfahren nicht hergestellt werden können, eröffnen sich für den Fluorkunststoff PTFE mit seinen hervorragenden thermischen, chemischen, mechanischen und dielektrischen Eigenschaften viele neue Einsatzgebiete, die zu vielen Problemlösungen führen können, z. B. in den Bereichen:

  • Chemische Industrie
  • Maschinenbau
  • Armaturen- und Pumpenindustrie
  • Starkstromtechnik
  • Labortechnik
Typische Beispiele für isostatisch gepresste PTFE-Teile
  • Druckgefäße für die chemische Spurenanalytik
  • Auskleidungen von Pumpen und Ventilen
  • Hohlkörper, wie Flaschen, Rundkolben, Ätz-Wannen, Schwimmer etc.
  • T-Stücke und Rohrkrümmer für Leitungssysteme aggressiver Medien
  • dünnwandige Rohre und Rohre mit großen Querschnittsveränderungen
  • Ummantelungen von Heizschlangen und Heizrohren für aggressive Bäder in der chemischen, galvanischen und Halbleiterindustrie
  • Poröses PTFE

Ihr Ansprechpartner

Oliver Walter
Geschäftsführer

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